Il nostro Progetti
Projekte von besonderer Bedeutung
DigiSanté (Branchengremium)
26/03/2026 – Fortschritte bei wichtigsten Digitalisierungsprojekten im Schweizer Gesundheitswesen standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Branchengremiums im Rahmen von DigiSanté. Dabei zeigte sich einmal mehr: Innovation entsteht durch offenen Austausch und mutige Diskussionen.
Im Plenum wurde der aktuelle Stand der Zielbilder mehrerer Fokusprojekte intensiv diskutiert:
- SwissHDS
- Microdata Center (MDC)
- eMedikation
Die eingebrachten Rückmeldungen aus dem Gremium fliessen nun in die Finalisierung der Zielbilder ein und liefern den Projekten wichtige Impulse aus der Erfahrung des Schweizer Gesundheitswesens.
Über die inhaltliche Diskussion hinaus wurde deutlich, dass die Mitwirkung des Branchengremiums auf allen Ebenen des Programmes stattfindet. So wird das Gremium aktiv in die Ausarbeitung des Wirkungsmodells eingebunden und beteiligt sich an der Evaluation des Gesamtprogramms. Zudem stellt es sicher, dass das strategisch wichtige Projekt «Elektronisches Gesundheitsdossier, E-GD» trotz seiner formalen Eigenständigkeit eng mit DigiSanté abgestimmt und im Gesamtzusammenhang der digitalen Transformation mitgedacht wird.
Ein weiterer essentieller Beitrag des Gremiums liegt im Wissenstransfer: Die diskutierten Inhalte werden in die jeweiligen Organisationen getragen, dort validiert und gelebt. Auf diese Weise soll die digitale Transformation nachhaltig im gesamten Gesundheitssystem verankert werden.
Langfristiges Ziel ist es, die digitale Transformation nicht nur punktuell umzusetzen, sondern ganzheitlich voranzutreiben – mit spürbarem Nutzen für alle Beteiligten. In den kommenden Jahren soll so ein modernisiertes, effizienteres Gesundheitssystem entstehen, das weit über den Abbau analoger Prozesse hinausgeht.
Die Teilnahme des IVR an diesen Dialogen ermöglicht es, die Perspektive des präklinischen Rettungswesens frühzeitig in zentrale Digitalisierungsprojekte des Gesundheitswesens einzubringen. Gleichzeitig erhält der IVR frühzeitig Einblick in strategische Entwicklungen und kann deren Auswirkungen auf die digitale Rettungskette sowie auf die operative Zusammenarbeit im Gesundheitssystem beurteilen.
Darüber hinaus stärkt die Beteiligung den Informationsaustausch zwischen den nationalen Digitalisierungsprogrammen und den Organisationen des Rettungswesens und trägt dazu bei, dass deren Bedürfnisse und Erfahrungen in die Weiterentwicklung der Projekte einfliessen.
Digitalisierung der Rettungskette
10/09/2025 – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen, und somit auch im Rettungswesen, ist vom Bund vorgegeben (DigiSanté). Zudem entspricht dies einem Visionsziel des IVR und unterstützt die Rettungsdienste wesentlich, Daten mit dem elektronischen Patientendossier (EPD) auszutauschen. Das Rettungswesen ist zu grossen Teilen digitalisiert, jedoch besteht kaum eine gemeinsame «Sprache» unter den Systemen. Der IVR ist bestrebt, dies mit der Weiterentwicklung von einem standardisierten, technischen Protokoll (CH-EMS), welches auf einem internationalen Standard für Datenübertragung im Gesundheitswesen (FHIR) basiert, national anzugehen.
Der Nutzen ist u.a. die gemeinsame «Sprache», welche die Systeme entlang der Rettungskette sprechen werden. Und somit eine schweizweite Messbarkeit des Rettungswesens, um anhand von Daten und Indikatoren dessen Zustand einzuschätzen und zukünftige Herausforderungen zu antizipieren. Die Daten sind mit Systemen im Gesundheitswesen (z.B. Klinikinformationssysteme der Spitäler) kompatibel. Dadurch kann Informationsverlust aufgrund von mehrfacher Daten-Konvertierung an Schnittstellen vermieden werden.
Entsprechende Gremien mit IVR-internen sowie -externen Fachpersonen sind etabliert. Erste Tests mit Industriepartnern sind in Planung. Eine Herausforderung wird die zu grossen Teilen anzustrebende Standardisierung der bestehenden Einsatzprotokolle, um eine gemeinsame technische Sprache umsetzen zu können.
Richtlinien IVR
27.03.2026 – Derzeit überarbeiten wir unser Richtlinien- und Anerkennungssystem. Dabei werden wir fachlich von der SAQ Qualicon unterstützt.
Das Grundgerüst ist bereits erarbeitet und wird in Kürze den involvierten Stellen vorgestellt. Anschliessend geht die Vorlage zur Vernehmlassung an unsere Mitglieder.
Einhaitlicher Tarif UVG/UVV für Bodenrettung
26/03/2026 – Im Rahmen des Projekts zur Erarbeitung eines nationalen UV/MV/IV-Tarifs für die Bodenrettung wurden die Arbeiten im Projektteam weitergeführt. Im Zentrum der Sitzung standen insbesondere Fragen zur Nomenklatur der Leistungen, zur Datenerhebung sowie zum Umgang mit den teilweise stark unterschiedlichen kantonalen Rahmenbedingungen.
Die Diskussionen zeigten deutlich, dass bei der Ausgestaltung des künftigen Tarifs pragmatische Lösungen erforderlich sind, um der kantonalen Heterogenität Rechnung zu tragen – etwa in Bezug auf Mitfinanzierungen, Hilfsfristen, die Finanzierung der Sanitätsnotrufzentralen 144 oder das Notarzt*innen System, usw.
Ein weiterer Schwerpunkt der nächsten Projektphase liegt auf der Schaffung einer fundierten Datengrundlage für die weiteren Arbeiten. Ziel ist es, die Entwicklung des Tarifsystems möglichst auf empirisch abgestützte Grundlagen zu stellen. In diesem Zusammenhang werden derzeit entsprechende methodische Grundlagen vorbereitet und im Projektteam weiter abgestimmt.
Q-Standards First Responder – Systeme
30/08/2024 – Die Vernehmlassung zu den Richtlinien First Responder Systeme ist beendet. Die Arbeitsgruppe des IVR ist nun daran die Resultate auszuwerten und einen Vorschlag zuhanden der GDK auszuarbeiten.
Koordination Erste Hilfe Schweiz (KEHS)
01/09/2024 – Das Projekt „Koordination Erste Hilfe Schweiz“ zielt darauf ab, eine nachhaltige Basis für die Zusammenarbeit in der Ersten Hilfe zu schaffen. Durch ein besseres Kennenlernen und Verständnis der beteiligten Akteure soll eine erfolgreiche und funktionierende Erste Hilfe in der Schweiz sichergestellt werden.
Zu den wichtigsten Zielsetzungen des Projekts gehören die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von „Erste Hilfe Schweiz“, die Erstellung einer Übersicht über die Erste-Hilfe-Landschaft in der Schweiz sowie die Erarbeitung einer Vision für die Zukunft der Ersten Hilfe. Aus dieser Vision werden konkrete Handlungsfelder und nächste Schritte abgeleitet.
Zusammenarbeit ES-ASUR und IVR zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
01/09/2024 – ES-ASUR und IVR arbeiten zusammen an der Machbarkeitsstudie zur Entwicklung einer branchenspezifischen Lösung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Schweizer Rettungsdiensten. Ziel ist es, einen Standard zu etablieren, der nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entspricht, sondern auch die Risiken minimiert, die Arbeitsbedingungen verbessert und Abwesenheiten reduziert. Das Projekt soll ein weiterer Schritt sein, um das Phänomen des Fachkräftemangels einzudämmen.
EMRIS 3.0 – Auf dem Weg zum KI-gestützten Warnsystem
26/03/2026 – Phase 2: Die ursprünglich geplante Weiterentwicklung von EMRIS mittels künstlicher Intelligenz wurde nach einer vertieften Analyse verworfen. Die derzeit verfügbaren Meldungen sind sowohl zahlenmässig noch zu begrenzt als auch hinsichtlich Inhalt und Sprache zu heterogen, um eine verlässliche KI-gestützte Auswertung zu ermöglichen.
Stattdessen wird ein gezieltes Alert-System aufgebaut, das auf den in den Meldungen ausgewählten Fehlerkategorien basiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf sicherheitsrelevanten Meldungen im Zusammenhang mit medizinisch-technischen Produkten.
Parallel dazu werden die Prozesse weiter verfeinert, damit der IVR künftig als nationales Beobachtungs- und Lernsystem für sicherheitsrelevante Ereignisse im präklinischen Bereich wirken kann.
Art. 58a KVG – Gesamtschweizerischer Qualitätsvertrag zwischen dem Verband der Leistungserbringer und den Versicherer
26/03/2026 -
Mit Artikel 58a des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) hat der Gesetzgeber neue Rahmenbedingungen zur Förderung der Qualität im Gesundheitswesen geschaffen. Demnach sind die Verbände der Leistungserbringer verpflichtet, gemeinsam mit den Versicherern einen gesamtschweizerischen Qualitätsvertrag auszuarbeiten.
Für den Bereich des Rettungswesens übernimmt der Interverband für Rettungswesen IVR diese Aufgabe als Berufsverband der Leistungserbringer. Der Qualitätsvertrag definiert insbesondere eine Reihe von Qualitätsindikatoren, die von den Leistungserbringern regelmässig erhoben und transparent gemacht werden sollen. Darüber hinaus sieht er vor, dass Organisationen ihre Massnahmen zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung darlegen, etwa im Rahmen von etablierten Verbesserungszyklen wie dem PDCA-Ansatz (Plan–Do–Check–Act).
Der Vertrag ist für die beteiligten Akteure verbindlich. Vor der Einreichung zur Genehmigung beim Bundesrat wird der Entwurf den Rettungsdiensten zur Konsultation unterbreitet. Damit soll sichergestellt werden, dass die vorgesehenen Regelungen breit abgestützt sind und die praktischen Gegebenheiten des Rettungswesens angemessen berücksichtigen.
Mit diesem Prozess wird ein wichtiger Schritt hin zu einer systematischen und transparenten Qualitätsentwicklung im schweizerischen Rettungswesen unternommen.





